Hundertfünfzig Worte

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Microsoft kauft sich einen Krümel Facebook

Oktober 25, 2007 · Kommentar schreiben

Nun ist es also draussen: Im Rennen um eine Beteiligung am heissesten Internet-Startup, Facebook, hat Microsoft Google geschlagen. Microsoft kauft sich einen Krümel von Facebook, gerade mal 1,6 Prozent der Firma für 240 Millionen Dollar – was den Gesamtwert von Facebook auf grandiose 15 Milliarden Dollar setzt (bei einem erwarteten Umsatz von gerade mal 150 Millionen im Jahr 2007). Im Gegenzug wird die bereits bestehende Partnerschaft der Firmen im Werbebereich intensiviert. Die amerikanische Tech-Bloggerszene hyperventiliert ob den Neuigkeiten schon seit gestern Abend, kommt aber inzwischen mehrheitlich zu einer negativen Beurteilung des Deals. Denn der konkrete Nutzen für Microsoft bleibt weiterhin unklar. Der grosse Gewinner scheint im Moment Facebook zu sein, das mit dem Geldsegen die Expansion weitertreiben kann. Was wohl auch nötig ist – denn am 5. November, so hört man, will Google eine neue social networking-Plattform vorstellen.

Kategorien: facebook · google · microsoft · social networks

"Freunde" und Freunde

August 24, 2007 · Kommentar schreiben

‘Willst Du mein Freund sein?’ – kaum ein Satz hat in den letzten Jahren eine so vollständige Bedeutungs-Deflation erlebt wie dieser“, schrieb Spiegel Online kürzlich. Auf Social-Networking-Seiten wie Facebook (siehe unten) haben wir nicht nur Dutzende von entfernten Bekannten als „Freunde“ aufgeführt – sie sind auch nicht von den echten Freunden zu unterscheiden. Im virtuellen Raum wird unser ganzes soziales Netzwerk auf eine binäre Unterscheidung eingedampft: Es gibt Freunde und Nicht-Freunde. Die unzähligen feinen Unterschiede verschwinden, und damit auch die Möglichkeit, mit verschiedenen Personen aus dem sozialen Netzwerk verschieden zu interagieren. Was ich auf Facebook mache, sehen eben nicht nur meine Freunde, sondern auch meine „Freunde“. Was die Social-Networking-Seiten dringend brauchen, findet auch Scott Karp, ist eine Möglichkeit, die unterschiedlichen Beziehungen innerhalb des Netzwerkes genauer zu definieren: „Human relationships don’t operate on a single, always on setting.“ Erst wenn sich die Unterschiede zwischen den Beziehungen auch im Internet „nachmodellieren“ lassen, können Social-Networking-Seiten von einem blossen Zeitvertrieb zu einem wirklich nützlichen Instrument werden.

UPDATE: Auch Jeff Jarvis würde gerne zwischen „Freunden“ und Freunden unterscheiden können.

Kategorien: facebook · social networks · web 2.0

Schamlose Eigenwerbung (II)

August 24, 2007 · Kommentar schreiben

Im „Dossier Medien“ der heutigen NZZ ist mein Artikel über Facebook erschienen. Mehr Informationen zu Facebook hier.

Kategorien: facebook · in eigener sache

Ein ganzes Bouquet voller Facebook-Geschichten

August 6, 2007 · Kommentar schreiben

Jaaa, ich weiss, ich habe in diesem Blog schon mal über Facebook geschrieben. Ich versuche, nicht monothematisch zu werden – die Häufung kommt davon, dass ich gerade einen Artikel über Facebook schreibe. Hier in gebotener Kürze ein paar spannende Geschichten:

Scoble auf Facebook: Der bekannte amerikanische Blogger Robert Scoble benutzt sein Facebook-Profil als Aggregator für seinen Blog, seine Videos, und seine Twitter- und Pownce-Miniblogs. Letztendlich ist sein Profil damit eine Informationsplattform. Wer es sehen will, muss Robert als Freund hinzufügen (er akzeptiert alle). Interessante Idee, aber etwas unübersichtlich.

Gruftis auf Facebook: Business Week über die Zunahme älterer Facebook-Nutzer – und die Vor- und Nachteile, die das mit sich bringt.

Was ist Facebook wirklich wert? Zwischen 4,5 und 7 Milliarden Dollar, sagt Bear Stearns in dieser Präsentation.

Schlag ins Gesicht: Wired kritisiert Facebook und andere Social-Network-Seiten als „eingehagte Gärten“ und fordert einen offenen Standard für soziale Netzwerke.

Kategorien: facebook · internet · social networks · web 2.0

Ein ganzes Bouquet voller Facebook-Geschichten

August 6, 2007 · Kommentar schreiben

Jaaa, ich weiss, ich habe in diesem Blog schon mal über Facebook geschrieben. Ich versuche, nicht monothematisch zu werden – die Häufung kommt davon, dass ich gerade einen Artikel über Facebook schreibe. Hier in gebotener Kürze ein paar spannende Geschichten:

Scoble auf Facebook: Der bekannte amerikanische Blogger Robert Scoble benutzt sein Facebook-Profil als Aggregator für seinen Blog, seine Videos, und seine Twitter- und Pownce-Miniblogs. Letztendlich ist sein Profil damit eine Informationsplattform. Wer es sehen will, muss Robert als Freund hinzufügen (er akzeptiert alle). Interessante Idee, aber etwas unübersichtlich.

Gruftis auf Facebook: Business Week über die Zunahme älterer Facebook-Nutzer – und die Vor- und Nachteile, die das mit sich bringt.

Was ist Facebook wirklich wert? Zwischen 4,5 und 7 Milliarden Dollar, sagt Bear Stearns in dieser Präsentation.

Schlag ins Gesicht: Wired kritisiert Facebook und andere Social-Network-Seiten als „eingehagte Gärten“ und fordert einen offenen Standard für soziale Netzwerke.

Kategorien: facebook · internet · social networks · web 2.0

Die Geschichte vom kleinen Journalisten

August 6, 2007 · Kommentar schreiben

Ich gebe zu, es ist ein durchaus gutes Gefühl, als Journalist für die NZZ zu schreiben. In der Schweiz wie auch im deutschsprachigen Ausland ist es für Recherchen und Anfragen sehr förderlich, den Namen „Neue Zürcher Zeitung“ auszusprechen: Meistens erhält man dann sehr speditiv die Auskünfte und Informationen, die man wollte.
Das durch solche Ereignisse arg aufgeblasene Ego kann aber schnell wieder auf Normalgrösse schrumpfen. Für einen Artikel wollte ich mit der Presseabteilung der amerikanischen Firma Facebook sprechen. Ein freundliches Mail blieb erstmal unbeantwortet. Bei den folgenden telefonischen Kontaktversuchen erreichte ich nur ein Tonband, dass mich aufforderte, den Namen der Publikation und eine Deadline anzugeben. Trotz meiner Beteuerung dem Anrufbeantworter gegenüber, meine Deadline sei schon vorüber und man solle mich deshalb schnellstmöglich anrufen, blieb mein Telefon bisher stumm. Und damit nicht genug: Für denselben Artikel wollte ich auch die Meinung von mehreren einflussreichen amerikanischen Bloggern einholen. Auch hier erhielt ich – trotz Erwähnung des Namens NZZ – keinerlei Auskunft.

UPDATE: Einer der Blogger hat sich doch noch gemeldet.

Kategorien: facebook · internet · journalismus

Die Geschichte vom kleinen Journalisten

August 6, 2007 · Kommentar schreiben

Ich gebe zu, es ist ein durchaus gutes Gefühl, als Journalist für die NZZ zu schreiben. In der Schweiz wie auch im deutschsprachigen Ausland ist es für Recherchen und Anfragen sehr förderlich, den Namen „Neue Zürcher Zeitung“ auszusprechen: Meistens erhält man dann sehr speditiv die Auskünfte und Informationen, die man wollte.
Das durch solche Ereignisse arg aufgeblasene Ego kann aber schnell wieder auf Normalgrösse schrumpfen. Für einen Artikel wollte ich mit der Presseabteilung der amerikanischen Firma Facebook sprechen. Ein freundliches Mail blieb erstmal unbeantwortet. Bei den folgenden telefonischen Kontaktversuchen erreichte ich nur ein Tonband, dass mich aufforderte, den Namen der Publikation und eine Deadline anzugeben. Trotz meiner Beteuerung dem Anrufbeantworter gegenüber, meine Deadline sei schon vorüber und man solle mich deshalb schnellstmöglich anrufen, blieb mein Telefon bisher stumm. Und damit nicht genug: Für denselben Artikel wollte ich auch die Meinung von mehreren einflussreichen amerikanischen Bloggern einholen. Auch hier erhielt ich – trotz Erwähnung des Namens NZZ – keinerlei Auskunft.

UPDATE: Einer der Blogger hat sich doch noch gemeldet.

Kategorien: facebook · internet · journalismus

Energieverbrauch sichtbar machen

Juli 31, 2007 · Kommentar schreiben

Wie bringt man die Menschen dazu, ihren Energieverbrauch zu reduzieren? Indem man ihn sichtbar macht, argumentiert Clive Thompson in Wired. Tompson zitiert das Beispiel eines amerikanischen Stromkonzerns, der seine Kunden mittels Leuchten, die je nach aktuellem Energieverbrauch die Farbe wechselten, dazu brachte, den Konsum stark zu reduzieren. Doch das muss nicht alles sein, meint Thompson. In Zukunft könnte man seinen Energieverbrauch ständig der ganzen Welt zugänglich machen – zum Beispiel über eine Social-Networking-Plattform wie Facebook. Dies würde einerseits den sozialen Druck auf Energieverschwender erhöhen, und gleichzeitig den Erfolg der kollektiven Sparbemühungen durch Aggregation der individuellen Daten sichtbar machen.

Kategorien: energie · facebook · web 2.0

Energieverbrauch sichtbar machen

Juli 31, 2007 · Kommentar schreiben

Wie bringt man die Menschen dazu, ihren Energieverbrauch zu reduzieren? Indem man ihn sichtbar macht, argumentiert Clive Thompson in Wired. Tompson zitiert das Beispiel eines amerikanischen Stromkonzerns, der seine Kunden mittels Leuchten, die je nach aktuellem Energieverbrauch die Farbe wechselten, dazu brachte, den Konsum stark zu reduzieren. Doch das muss nicht alles sein, meint Thompson. In Zukunft könnte man seinen Energieverbrauch ständig der ganzen Welt zugänglich machen – zum Beispiel über eine Social-Networking-Plattform wie Facebook. Dies würde einerseits den sozialen Druck auf Energieverschwender erhöhen, und gleichzeitig den Erfolg der kollektiven Sparbemühungen durch Aggregation der individuellen Daten sichtbar machen.

Kategorien: energie · facebook · web 2.0

Der Hype ennet dem Teich

Juli 18, 2007 · Kommentar schreiben

Na gut, neu ist die Meldung ja nicht – aber bis jetzt hat sich in Europa aus irgendeinem Grund kaum jemand dafür interessiert: Die amerikanische Social-Networking-Seite Facebook (das Vorbild für studiVZ) hat im Mai seine Plattform für Entwickler geöffnet, so dass jedermann kleine Programme schreiben kann, welche die User dann ihrem Facebook-Profil hinzufügen können. Seit diesem Moment melden sich täglich 150′000 neue User bei Facebook an, jeden Tag werden 1′000 Applikationen entwickelt – und das Silicon Valley hat einen neuen Hype: Facebook und sein 23-jähriger Gründer und CEO Mark Zuckerberg, da sind sich alle einig, sind die neuen Sterne am Web 2.0-Himmel (auch wenn MySpace immer noch viel mehr User hat). Die Übernahmegerüchte jagen sich – Anfang Jahr hatte Facebook ein 2-Milliarden-Dollar-Angebot von Yahoo abgelehnt. Jetzt hat Microsoft angeblich erfolglos 6 Milliarden geboten. Dann machten Gerüchte über einen Börsengang die Runde, die Zuckerberg in einem Interview mit TIME kürzlich aber dementiert hat.

UPDATE: Gerade erst habe ich diesen Artikel in der FAZ am Sonntag entdeckt, der sich ausführlich mit Facebook beschäftigt.

Kategorien: facebook · internet · netzwerk · web 2.0