Affen sind die besseren Ökonomen

Klassische ökonomische Modelle gehen oft davon aus, dass der Mensch ein Homo oeconomicus ist – ein rationaler Nutzenmaximierer. Das berühmte Ultimatum-Spiel (siehe auch hier) widerlegt diese Annahme eindrücklich: Menschen verhalten sich im ökonomischen Sinn irrational, weil sie Fairness höher gewichten. Doch wie sieht es mit unseren nächsten Verwandten aus? Ein Forscherteam hat das Ultimatum-Spiel mit Schimpansen durchgeführt. Das Ergebnis, berichten sie in Science (Volltext kostenpflichtig, hier ist das Abstract), ist eindeutig: Die Schimpansen haben keinerlei Sinn für Fairness und handeln genau so, wie die ökonomische Theorie voraussagt: streng nutzenmaximierend. Dieser Unterschied zwischen Mensch und Affe, schreibt der Economist, könnte der Grund für den evolutionären Erfolg der Menschen sein. Denn erst ein Sinn für Fairness erlaubt die Formung von grösseren sozialen Gruppen, ohne dass Trittbrettfahrer die Situation ausnützen.

Foto: basykes

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